Terrassen, die Jahrzehnte halten
Eine Holzterrasse ist mehr als eine Fläche aus Holzdielen. Sie ist eine Konstruktion, die Wind, Wetter, Feuchtigkeit und Belastung über Jahre standhalten muss. Entscheidend ist nicht nur die Wahl des Holzes, sondern vor allem die Unterkonstruktion.
Ich baue Terrassen, die von Anfang an richtig geplant sind: mit ausreichendem Gefälle für Wasserablauf, Belüftung gegen Staunässe und einer stabilen Verankerung im Untergrund. Das Ergebnis ist eine Terrasse, die auch nach Jahren noch eben, stabil und optisch ansprechend ist.
Die Wahl des Holzes richtet sich nach Ihren Anforderungen, Ihrem Budget und Ihren ästhetischen Vorstellungen. Jedes Holz hat seine Eigenschaften – Vor- und Nachteile, die ich mit Ihnen bespreche.
Heimische Lärche ist robust, preiswert und wächst in unseren Breiten. Sie ist dauerhaft, neigt aber mit der Zeit zu Rissbildung und vergraut ohne Behandlung. Für viele Projekte eine gute Wahl.
Douglasie ist formstabiler als Lärche, harzarm und langlebig. Sie vergraut ebenfalls, behält aber ihre Struktur besser. Ein guter Kompromiss zwischen Preis und Haltbarkeit.
Tropische Harthölzer wie Bangkirai, Cumaru oder Ipé sind extrem dauerhaft, dicht und formstabil. Sie sind teurer und ökologisch umstritten, bieten aber eine Lebensdauer von mehreren Jahrzehnten ohne nennenswerte Verformung.
Thermoholz ist heimisches Holz, das durch Hitzebehandlung dauerhafter gemacht wurde. Es ist eine ökologische Alternative zu Tropenholz, allerdings etwas spröder und empfindlicher gegen mechanische Belastung.
Die Unterkonstruktion ist das Fundament jeder Terrasse. Ich arbeite je nach Untergrund mit Stelzlagern, Punktfundamenten oder einer durchgehenden Unterkonstruktion aus druckimprägniertem Holz oder Aluminium.
Wichtig ist ausreichende Belüftung: Die Luft muss unter der Terrasse zirkulieren können, damit Feuchtigkeit abtrocknet. Stehendes Wasser führt zu Fäulnis und verkürzt die Lebensdauer erheblich.
Das Gefälle wird so angelegt, dass Regenwasser zügig abfließt – in der Regel zwei Prozent Neigung. Bei größeren Flächen plane ich zusätzliche Entwässerungsrinnen ein.
Die Dielen werden mit Edelstahlschrauben oder unsichtbaren Clips befestigt. Ich achte auf gleichmäßige Fugenbreite und saubere Schnittkanten. Stirnseiten werden versiegelt, um das Eindringen von Feuchtigkeit zu verhindern.
Bei der Verlegung berücksichtige ich die natürliche Bewegung des Holzes: Holz quillt und schwindet je nach Feuchtigkeit. Die Fugen sind so bemessen, dass auch bei maximaler Quellung noch ausreichend Abstand bleibt.
Wenn Ihre Terrasse erhöht liegt, baue ich ein passendes Geländer – nach Ihren Wünschen und den geltenden Sicherheitsvorschriften. Stufen werden so konstruiert, dass sie trittsicher sind und sich harmonisch in die Gesamtkonstruktion einfügen.
Holz im Außenbereich vergraut mit der Zeit – das ist ein natürlicher Prozess und beeinträchtigt die Haltbarkeit nicht. Wer die ursprüngliche Farbe erhalten möchte, kann die Terrasse ölen oder lasieren. Ich berate Sie zu den Möglichkeiten und gebe Ihnen Pflegehinweise mit.
Eine gut gebaute Holzterrasse hält bei richtiger Pflege mehrere Jahrzehnte. Wichtig ist, dass Laub und Schmutz regelmäßig entfernt werden und Wasser ablaufen kann. Einmal jährlich sollte die Terrasse gereinigt werden – bei Bedarf mit Öl nachbehandelt.
Ich gebe Ihnen bei der Übergabe eine ausführliche Pflegeanleitung und stehe auch später für Fragen zur Verfügung.